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Was ist CoP?

Was bedeutet Conformity of Production für die Fahrzeughersteller und Lieferanten?


Mit CoP werden die Verfahren und Vorkehrungen für die „Übereinstimmung der Produktion“ bezeichnet. Die Forderung nach CoP findet sich aber nicht erst mit der seit 01.09.2020 verpflichtenden Rahmenverordnung (EU) 2018/858 in der Gesetzgebung. Sehr wohl wurden aber die Vorgaben und Anforderungen konkretisiert.

Was bedeutet das?

In den meisten Ländern, Regionen oder Wirtschaftsgemeinschaften weltweit hat sich ein Genehmigungsverfahren für Fahrzeuge und Fahrzeugteile etabliert, welches dem Verfahren in der EU bzw. nach UN/ECE ähnelt.

Dies bedeutet, das von dem genehmigunsgpflichtigen Fahrzeug oder Bauteil „ein“ Prüfmuster durch die Genehmigungsbehörde hinsichtlich der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen bewertet wird. Erst nach positiv abgeschlosssener Bewertung wird eine Genehmigung erteilt und die Serienproduktion bzw. das Inverkehrbringung erlaubt.

Was ist ein „Bauteil“?: Ein Bauteil ist in diesem Fall nicht zwingend eine Komponente wie ein Bremsbelag, ein Türgriff oder ein Lenkrad. Entscheidend ist, ob ein Einzelrechtsakt eine bestimmte Funktion oder Gestaltung beschreibt, die es zu erfüllen gilt.

Eine Liste der Einzelrechtsakte findet sich in der Rahmenverordnung (EU)2018/858 im Anhang II

Auszug Anhang II Rahmenverordnung (EU)2018/858, Liste der Genehmigungsgegenstände und Zuordnung der Einzelrechtsakte sowie Fahrzeugklassen

Am Beispiel eines Scheinwerfers kann man es sich so vorstellen, dass die Form des Scheinwerfers keinen bestimmten Kriterien unterliegt (von scharfen Kanten und ähnlichem abgesehen). Beschrieben sind beispielsweise die Lichtfarbe, die Lichthelligkeit und die Lichtverteilung.

Viele Funktionen, die in den Rechtsakten beschrieben sind, können nicht von einer einzelnen Komponente erfüllt werden. Diese sind typischerweise als System in der jeweiligen Genehmigung erfaßt bzw. umschrieben.

Hat der Hersteller eines Bauteils, eines Systems, einer Selbstständigen Technischen Einheit oder eines Gesamtfahrzeuges eine entsprechende Genehmigung (des Typs) von der Behörde erhalten, endet damit aber noch nicht seine Verpflichtung gegenüber dem Gesetzgeber.

Mit Serienanlauf beginnt die Verpflichtung zu CoP-P.

CoP-P definiert die Tests die an Produkten, die der laufenden Serie zu entnehmen sind, durchgeführt werden müssen, um nachzuweisen, dass die Produkte dem genehmigten Stand entsprechen.

Sinngemäß muss somit also das nachgebildet werden, was im Rahmen des Typprütest geprüft wurde. Kann das bei einem Typprüftest eine zerstörende Prüfung sein, so sind Demontagearbeiten (bei Sichtprüfungen) oder beschädigende Prüfungen zu vermeiden, da die Regeln für die Selektion der Stichproben aus der Produktion vorsehen, dass für diese Nachweise Produkte zufällig ausgesucht werden, es sich also typischerweise um Produkte handelt, die für die Auslieferung an den Kunden vorgesehen sind.

Zu tolerieren sind übrigens die erhöhte Laufleistung eines „CoP- Fahrzeuges“ bei Auslieferung, wenn der erhöhte Kilometerstand auf die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen (wie CoP) zurückzuführen sind. Es gibt keine gesetzliche Regelung, die für einen Neuwagen ein Limit bezügliches des Kilometerstandes (auf beispielsweise 100km) setzt. Sehr wohl gibt es aber eine Rechtssprechung, die den Kunden eine Wandlung bei hoher Laufleistung zugestehen könnte.

Erfahren Sie in der CoP- Basisschulung und CoP- Aufbauschulung alles was Sie über CoP wissen müssen oder schon immer wissen wollten. Neben den Anforderungen hinsichtlich CoP- P erfahren Sie auch alles über CoP- Q. Sie lernen auch verstehen, was CoP- Test von Qualitätsprüfungen unterscheidet und ob bzw. warum eine klare Trennung von Qualitätssicherung und CoP helfen kann Kosten im 6- oder 7- stelligen Bereich zu sparen.

Ich freue mich Sie bei einer meiner offenen Schulungen kennenlernen zu dürfen.

Für Gruppen ab 5 Personen sind auch inhouse-Schulungen als Video- oder Präsenzschulungen buchbar. Bitte fragen Sie nach einem unverbindlichen Angebot.

Vorstellung Schulung Genehmigungsverfahren

Grundlagenwissen zu Genehmigungsverfahren nach (EU) 2018/858

nicht nur für Einsteiger in das Thema Homologation

Diese Schulung richtet sich an Teilnehmer, die bereits gute Vorkenntnisse zu den Genehmigungsrelevanten Anforderungen nach EU und UN/ECE besitzen.

In den einzelnen Lernblöcken werden Grundlagen zu den Genehmigungsverfahren national/ Europa/ international vermittelt. Der Fokus liegt hierbei auf den Verfahren nach EU und UN.

Diese Schulung legt auch den Grundstein für die CoP- Basisschulung, die als nächste Qualifizierungsstufe konzpiert ist, aber selbstverständlich auch für sich allein dazu dient die gesetzten Lernziele zu CoP zu erreichen.

Ihr Trainer Mark Haacke kann hierbei auf viele Jahre Erfahrung als Leiter Conformity of Production bei einem deutschen Fahrzeughersteller zurück blicken. In dieser Rolle hat er diesen OEM in den VDA-QMC- Arbeitskreisen „Band 9“ und „CoP Mindeststandards“ vertreten.

Schulungen und Workshops zur (EU) 2018/858

Die neuen (und alten) Anforderungen der (EU) 2018/858 kennen- und verstehen lernen

Seit 01.09.2020 ist die neue Rahmenverordnung (EU) 2018/858 verpflichtend für die Genehmigung von Fahrzeugtypen und deren Ausrüstungsgegenständen.

Selbstverständlich haben alle Schulungen von Mark Haacke Training & Consulting die neuen Anforderungen als Grundlage.

Die Erfüllung aller gesetzlichen Vorgaben im Laufe der Entwicklung, Produktion und der Nutzung von Fahrzeugen ist für die Unternehmen ein wichtiger Faktor, um Kosten und Risiken zu minimieren.

Hierbei gilt es eine sinnvolle Balance zu finden zwischen den Kosten die entstehen, um alle geforderten Nachweise zu erbringen und den Risiken die durch eine Abweichung von diesen Forderungen entstehen können.

Die Schulungen richten sich an die Mitarbeiter bei Fahrzeugherstellern und Lieferanten der Automobilindustrie, die im Bereich Homologation, Zertifizierung, in der Entwicklung oder Produktion/Qualitätssicherung tätig sind.

Aber auch angrenzende Fachbereiche wie Logistik, Marketing und letztendlich auch die Mitarbeiter von Prüf- und Testlaboren, sowohl Hersteller intern oder extern, können mit Hilfe der Kenntnisse über gesetzliche Anforderungen Ihrer Produkte und Dienstleistungen Risiken identifizieren und ein sinnvolles Maß an Vorkehrungen (zur Sicherstellung der Übereinstimmung der Produktion) und Nachweisen festlegen.

Mit dem entsprechenden Wissen verstehen Sie, wie Sie als Lieferant die Anforderungen von OEM und Behörden erfüllen und ein sinnvolles Maß an CoP- und Qualitätssichernden Tests finden können. Hier sind besonders die PSCR´s der Unternehmen angesprochen.

Als Mitarbeiter eines Fahrzeugherstellers hilft Ihnen das Erlernte Wissen Ihre Pflichten, von der Produktentwicklung, bis zum Recycling genau zu kennen und die richtigen Maßnahmen ableiten zu können, um das Risiko eines Entzugs/Verweigerung der Genehmigung, Einfuhrstopps in bestimmte Märkte oder umfangreiche Rückrufaktionen zu minimieren.

Vorstellung Schulung Marktüberwachung und Rückrufe

Diese Schulung richtet sich an Teilnehmer, die bereits gute Vorkenntnisse zu den Genehmigungsrelevanten Anforderungen nach EU und UN/ECE besitzen. Ein gutes Verständnis zu den Zielsetzungen der Schutzklauseln und die grundlegenden Motive für die Einführung eines Genehmigungsverfahren ist zu empfehlen.

Für Teilnehmer die bereits die Basisschulung zum Genehmigunsgverfahren, sowie die Basisschulung zu CoP und idealerweise auch die Aufbauschulung zu CoP absolviert haben, ist der Einstieg besonders leicht.

Aber auch Teilnehmer, die sich allein auf die Schulung zur Marktüberwachung und Rückrufen fokusieren möchten, bietet die Schulungen eine leichten Einstieg.

Besonders hervorzuheben ist die breite Anwendbarkeit der Schulung. Anforderungen zur Marktüberwachung ergeben sich nicht nur aus der (EU) 2018/858 als Rahmenverordnung zur Genehmigung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen. Nahezu alle Verbrauchsgüter, aber auch Produkte für den B2B Markt sind von entsprechenden Vorgaben betroffen.

Somit ist der Inhalt auch nicht auf automobile Produkte reduziert.

Ihr Trainer Mark Haacke kann hierbei auf viele Jahre Erfahrung als Leiter Conformity of Production bei einem deutschen Fahrzeughersteller zurück blicken. Nicht nur in dieser Position, auch in der vorhergehenden Position als FPE (Field Performance Evaluation) Leadinvestigator gehörten die Marktüberwachung und Rückrufe quasi zum Tagesgeschäft.